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1998 - 2018
Dr.Chr.Helligrath,
Essen
Impressum

Dr.med.
Chr.Helligrath

Praxis für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
in Essen

Informationen zu RU 486 - Schwangerschaftsabbruch mit Mifepriston (Mifegyn ®):

(Unsere Praxis führt KEINE Schwangerschaftsunterbrechungen durch)

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft mit Hinweisen zum Schwangerschaftsabbruch mit Mifepriston (RU 486, Mifegyn ®). Aus Deutschem Ärzteblatt Nr.30 - 30.Juli 1999

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 6.Juli 1999 die sogenannte Abtreibungspille Mifepriston (RU 486, Mifegyn) für Deutschland zugelassen. Die früher unter dem Namen RU 486 bekannt gewordene Pille ist nach Auffasung des BfArM für Schwangerschaftsabbrüche bis zum 49.Schwangerschaftstag wirksam und unbedenklich (7 Wochen nach dem 1.Tag der letzten Regel !) Da die Voraussetzung zur Durchführung eines medikamentösen Abbruches der Nachweis einer intakten Schwangerschaft ist, was in der Regel erst in der 5.Schwangerschaftswoche möglich ist, bleibt ein Zeitraum von MAXIMAL 3 Wochen, in denen die Patientin die vorgeschriebene Beratung mit Wartezeit einzuhalten hat.In Frankreich wurde RU 486 bereits 1989 zugelassen.

NEU: Ab 2008 darf nach einer europaweit gültigen Änderung das Präparat nun bis zum 63.Tag der Schwangerschaft eingenommen werden (9 Wochen nach dem 1.Tag der letzten Regel)

Wirkungsweise:

Mifegyn enthält als Wirkstoff das synthetische Hormon Mifepriston. Als Gegenspieler des schwangerschaftserhaltenden Hormons Progesteron bewirkt die Einnahme von Mifepriston, daß der Embryo aus seinem Bett in der Gebärmutterschleimhaut gelöst wird und innerhalb von 36-48 Stunden abstirbt. Nach Ablauf dieser Frist schließt sich die Einnahme eines prostaglandin- haltigen Präparates an (paradoxerweise sind diese Prostaglandine z.Zt. für den frühen Abbruch in Deutschland nicht zugelassen), welches Wehen auslöst und eine künstliche Fehlgeburt auslöst. Dieses Konzept funktioniert bei ca.95% der Frauen, die diese Präparate einnehmen. Bei ausbleibender Wirkung dieser medikamentösen Behandlung müssen die bisher praktizierten operativen Methoden wie Ausschabung oder Absaugung des Schwangerschaftsproduktes eingesetzt werden.

Indikation:

Mifegyn kann nur in der Frühphase der Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Zulassung besteht nur für Schwangerschaftsunterbrechungen bis zum 49.Tag der Gravidität, berechnet vom ersten Tag der letzten Regelblutung ! Das bei der Neuregelung der Schwangerschaftsgesetz- gebung im Sommer 1995 eingeführte Konzept der Pflichtberatung und einer Bedenkfrist von 3 Tagen zwischen Beratung und der Durchführung des Eingriffs bleibt erhalten. Es gelten weiterhin die bisherigen Inhalte des § 218 StGB zum Schwangerschaftsabbruch.

Risiken und unerwünschte Wirkungen:

Zu den körperlichen Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Erbrechen und krampfartige Unterbauchschmerzen. Darüber hinaus ist zu beachten, daß die mehrtägige Behandlung die Psyche der Frau belastet.

Kontraindikationen:

Die Anwendung ist kontraindiziert in Kombination mit Prostaglandinen bei Frauen die stark rauchen, an Asthma bronchiale oder Allergien leiden. Auch Frauen mit Epilepsie, Bluthochdruck, Magen- Darm- und Leberstörungen dürfen Mifepriston nicht erhalten.

Verschreibung und Abgabe:

Mifegyn wird nicht frei verkäuflich sein. Die Abgabe wird über den Hersteller direkt an diejenigen Gynäkologen erfolgen, die auch schon jetzt konventionelle Schwangerschaftsunterbrechungen durchführen. Die Kosten werden, sofern keine besondere Indikation vorliegt, nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

In meiner Praxis werden keine Schwangerschaftsunterbrechungen durchgeführt.

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